Die süße Krankheit

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Ungefähr 8% bis 10% der Österreicher erleiden in ihrem Leben eine Zuckerkrankheit. Ab dem 35.Lebensjahr sinkt der Grundumsatz und bei gleichbleibender Lebensweise (Essenszufuhr und Bewegungsverhalten) nehmen wir bis zum 60.Lebensjahr 10 bis 20 kg zu, das Hüftgold wächst  und das Risiko für einen Frühdiabetes (Vorstufe der Zuckerkrankheit) steigt! Es ist zu befürchten, daß bereits jeder 3. einen Frühdiabetes hat – sie auch ? Mit der Gewichtszunahme ist meist auch eine Verminderung der täglichen Aktivität verbunden, gefolgt von vielfältigen Beschwerden des Stütz und Bewegungsapperates. Was ist das Risiko für Frühdiabetes ?  Ein Body Mass Index über 25; Fettansamlung am Bauch (Apfeltyp); weniger als 2 ½ Stunden Bewegung pro Woche; Schwangerschaftszucker; Kinder über  4 ½ kg bei der Geburt; Verwandte die zuckerkrank geworden sind. Bei 2 positiven Antworten gehören sie zur Risikogruppe einen Frühdiabetes zu haben.

Was ist Frühdiabetes eigentlich? Sie sind noch nicht krank, benötigen also noch keine Tabletten, sie haben noch keine Schmerzen und es geht ihnen scheinbar gut. Ihr Zuckerstoffwechsel ist aber nicht mehr ganz normal- der Nüchternblutzucker 100-125mg/dl; der HBA 1C Wert (Langzeitblutzucker) 5,7-6,4 und 2 Stunden nach einer Zuckerbelastung haben sie 140-199 mg/dl Zucker im Blut. Ihre Bauchspeicheldrüse produziert bereits vermehrt Insulin (Hyperinsulinismus).

Die gute Nachricht: Wer rechtzeitig gegensteuert braucht nicht zuckerkrank zu werden! 60% der Zuckerkrankheiten könnten durch 5-10% Gewichtsverlust einer fettstoffreduzierten Ballaststoffreichen mediterranen Ernährung (also gar keine Diät) und 4 Stunden körperliche Aktivität pro Woche (30-45 Minuten pro Tag) vermieden werden.

Die schlimme Nachricht: Die wenigsten kennen ihre Zuckerstoffwechselwerte und wissen von ihrem möglichen gesundheitlichen Problem. Ein Fingerstich eine Blutabnahme und sie wissen Bescheid! Eine individuelle Beratung durch ihren Arzt, eine persönliche Strategie und Kontrolle und sie sind auf einem guten Weg. Es tut auch gut zu wissen, daß man gesund ist.

Unbehandelt kommt es zum Diabetes mellitus mit Medikamentennotwendigkeit, Insulinspitzen und zur Entwicklung von Herz-Kreislauf Erkrankungen, Bluthochdruck und hohem Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen zur Nierenschwäche bis zur Dialyse sowie zur möglichem Sehverlust.

Packen wir es also an und geben wir der süßen Krankheit saures ! Weitere Informationen was Sie tun können erfahren sie auf www.diabetes-verhindern.at

Ich wünsche Ihnen einen bewegungsreichen gesunden Sommer

MR Dr. Siegfried Wess

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